Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design. Er ist die Gelegenheit, Inhalte zu ordnen, Kontaktwege zu verbessern und technische Altlasten loszuwerden. Er ist aber auch ein Risiko: Wer beim Umzug die bestehenden Adressen vergisst, verliert Besucher, die bisher über Google gekommen sind.

Diese Checkliste ist so aufgebaut, wie ein Relaunch sinnvoll abläuft. Nicht jeder Punkt braucht viel Zeit, aber jeder sollte bewusst entschieden sein.

Vor dem Projekt

1. Ziele festhalten

Was soll die neue Website besser machen als die alte? Mehr Anfragen, weniger Telefonfragen zu Standardthemen, ein Auftritt, der zur heutigen Firma passt? Ein bis drei klare Ziele helfen später bei jeder Entscheidung, vom Aufbau bis zur Bildwahl.

2. Bestand aufnehmen

Welche Seiten gibt es heute, welche werden besucht, über welche kommen Anfragen? Wenn Sie Google Search Console oder ein Statistikwerkzeug nutzen, liegt diese Information bereits vor. Wenn nicht, ist eine Liste aller heutigen Adressen der Mindeststandard.

3. Inhalte sichten

Welche Texte stimmen noch, welche sind veraltet, was fehlt? Oft zeigt sich hier, dass der grösste Aufwand eines Relaunchs nicht die Technik ist, sondern die Inhalte. Wer früh klärt, wer Texte und Bilder liefert, spart später Wochen.

Während der Umsetzung

4. Struktur vor Gestaltung

Legen Sie zuerst fest, welche Seiten es geben soll und was auf jeder steht. Jede Leistung verdient eine eigene Seite: Besucher und Suchmaschinen verstehen dann sofort, worum es geht. Erst danach beginnt die Gestaltung – am echten Inhalt, nicht an Platzhaltern.

5. Kontaktwege prüfen

Wie nimmt jemand Kontakt auf, der auf einer beliebigen Unterseite landet? Telefonnummer, E-Mail und ein Formular sollten von überall erreichbar sein. Für erklärungsbedürftige Leistungen kann eine geführte Anfrage mehr bringen als ein leeres Textfeld; mehr dazu im Beitrag Kontaktformular oder Anfragestrecke?.

6. Weiterleitungen planen

Jede bisherige Adresse, die es nicht mehr gibt, braucht eine dauerhafte Weiterleitung auf die passende neue Seite. Das ist der wichtigste technische Punkt eines Relaunchs. Ohne Weiterleitungen landen Besucher aus Google, Lesezeichen und Verlinkungen auf einer Fehlerseite, und die Sichtbarkeit, die sich die alte Seite aufgebaut hat, geht verloren.

7. Technische Grundlagen

Eine Hauptüberschrift pro Seite, sprechende Seitentitel und Beschreibungen, Bilder mit Alternativtexten, eine Sitemap, strukturierte Daten und kurze Ladezeiten auf dem Smartphone. Diese Punkte sind unspektakulär, entscheiden aber mit darüber, wie gut die neue Website gefunden wird.

Vor und nach dem Start

8. Auf echten Geräten testen

Nicht nur am grossen Bildschirm im Büro, sondern auf mehreren Smartphones, Tablets und Browsern. Formulare abschicken, Links prüfen, Ladezeit messen. Kleine Fehler fallen hier auf, bevor es die Kundschaft tut.

9. Start begleiten

Nach der Umstellung prüfen: Funktionieren die Weiterleitungen? Ist die neue Sitemap bei Google eingereicht? Kommen Formularanfragen an? Die ersten Tage nach einem Relaunch sind die Zeit, in der sich Fehler am schnellsten beheben lassen.

10. Wirkung beobachten

In den folgenden Wochen zeigt sich, ob die Ziele aus Punkt 1 erreicht werden. Werden Seiten gefunden, kommen Anfragen über die neuen Kontaktwege? Technische Verbesserungen wirken meist rasch, inhaltliche brauchen länger. Wer Platz eins bei Google verspricht, verspricht etwas, das niemand seriös zusagen kann.

Fazit

Ein guter Relaunch beginnt mit Zielen und einer Bestandsaufnahme, nicht mit Farben. Er schützt, was die alte Seite schon erreicht hat, und baut darauf auf. Ob sich eine Überarbeitung oder ein Neubau lohnt, zeigt der Beitrag Website neu bauen oder überarbeiten?.

Wenn Sie einen Relaunch planen, schauen wir uns Ihre heutige Website gerne an. Mehr zu unserem Vorgehen finden Sie auf der Seite Websites erstellen lassen.